Schlagwort: Gesetzentwurf zur Online-Sicherheit
Sprachverbrechen überschatten Großbritannien
Gemäß einem Bericht wurden in Großbritannien Hunderte von Menschen nach dem Online-Sicherheitsgesetz von 2023 angeklagt, darunter 23 wegen der Verbreitung von "Fake News". Das Gesetz verbietet die Verbreitung von Desinformationen, die psychischen oder physischen Schaden anrichten können. Die Höchststrafe beträgt 51 Wochen Gefängnis. Einige Personen wurden nach den Messerstechereien in Southport angeklagt, bei denen sie Behauptungen über den Angreifer, einen muslimischen Migranten, verbreitet hatten. Seit 2023 wurden mindestens 67 Menschen wegen Meinungsfreiheit verurteilt. Das Online-Sicherheitsgesetz kriminalisiert auch "bedrohliche Kommunikation", "Rachepornographie" und "Cyberflashing". Von politischer Bedeutung ist die Tatsache, dass das Gesetz der Rundfunkregulierungsbehörde Ofcom die Befugnis gibt, Geldstrafen von bis zu 10% des weltweiten Umsatzes großer Online-Plattformen zu verhängen. Dieses Gesetz könnte auch Auswirkungen auf Handelsgespräche mit den USA haben, da große amerikanische Social-Media-Unternehmen betroffen sein könnten. US-Vizepräsident J.D. Vance hat vor einem zunehmenden Autoritarismus in Europa und Großbritannien gewarnt.