Anti-Terror-Agentur der Niederlande erhöht die Terrorwarnstufe

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Am Dienstag haben die Anti-Terror-Behörden in den Niederlanden die zweithöchste Terrorwarnstufe für das Land ausgelöst. Die Möglichkeit eines Terrorangriffs sei nun in den Holland nun“ substantiell“ möglich, hieß es in der Pressemitteilung aus dem Amt für Terrorismusbekämpfung.

Damit wurde die höchste Terrorwarnstufe zum ersten Mal seit Ende 2019 ausgerufen. Eine Woche zuvor hatte die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, davor gewarnt, dass auf dem gesamten europäischen Kontinent über die Weihnachtsfeiertage aufgrund der Auswirkungen des Krieges zwischen Israel und der militanten palästinensischen Hamas ein „hohes Risiko von Terroranschlägen“ besteht.

Laut der Bedrohungsanalyse der Anti-Terror-Agentur (Nationalen Koordinators für Terrorismusbekämpfung und Sicherheit) hat „der gewaltsame Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten, Koranschändungen in verschiedenen europäischen Ländern und Aufrufe zu Anschlägen durch terroristische Organisationen die Bedrohung durch den Dschihadismus erhöht“.

Als Grund für die Anhebung der Bedrohungsstufe nannte der Bericht der Anti-Terror-Agentur die jüngsten Anschläge in europäischen Nachbarländern und die Festnahme von Terrorverdächtigen in den Niederlanden und in Nachbarländern. Außerdem heißt es, dass „die Bedrohung durch Rechtsextremismus und verfassungsfeindlichen Extremismus unvermindert anhält“.

Laut der Anti-Terror-Agentur gibt die gestiegene Bedrohungslage zwar keine konkreten Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit vor, aber sie „ermöglicht es den Sicherheitspartnern (wie Polizei, Kommunen und Ministerien), Maßnahmen zur Bekämpfung der Bedrohung zu ergreifen.“

In jüngster Zeit kam es zu zahlreichen Terroranschlägen in den Nachbarländern Frankreich und Belgien.

Anfang dieses Monats wurde ein 23-jähriger deutsch-philippinischer Tourist in der Nähe des Eiffelturms in Paris tödlich verletzt. Gegen den mutmaßlichen Attentäter wird wegen Mordes und versuchten Mordes in Verbindung mit einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Der Mann war wegen des Verdachts auf islamische Radikalisierung überwacht worden und war wegen eines geplanten Anschlags, der nie stattfand, verurteilt worden und hatte eine Haftstrafe verbüßt.

Im Oktober erschoss die Anti-Terror-Agentur in Brüssel einen tunesischen Staatsangehörigen, nachdem dieser Stunden zuvor auf drei schwedische Fußballfans geschossen und zwei von ihnen getötet haben soll.

Schweden hatte im August die zweithöchste Terrorwarnstufe ausgerufen, nachdem eine Reihe von öffentlichen Koranschändungen in muslimischen Ländern wütende Demonstrationen und Drohungen militanter Gruppen ausgelöst hatten.

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